Kapitel 5 – Vielerlei Gründe

von Leviathan

FISHERMAN’S HORIZON

Als sie das Außendeck betreten, werden sie bereits von einigen Stadtbewohnern erwartet. Ein Ruf aus der Menge.

„Da sind sie.“

Ein streng aussehender Mann spricht sie an.

„Ihr ahnt es vielleicht schon, aber ich muß warnen, bevor ihr an Land geht. Wir hassen Gewalt. Innerhalb der Stadt sind Kämpfe verboten. So lautet das Gesetz in dieser Stadt. Habt ihr verstanden?“

Squall: „Ja. Wir repräsentieren den Garden. Wir kommen mit friedlichen Absichten. “

Der Mann dreht sich zu den anderen Leuten um.

„……“

Er wendet sich wieder Squall zu.

„Willkommen in FIsherman’s Horizon! Nennt es einfach F.H. Im Zentrum ist das [Haus des Bahnhofsvorstehers]. Stattet ihm einen Besuch ab.“

Ein Junge ergänzt:

„Mit Bahnhofsvorsteher meinen wir den Bürgermeister von F.H.“

Squall: „Das hatten wir auch vor.“

„Gut, daß wir uns verstehen.“

Mit diesen Worten läßt der strenge Mann Squall und die anderen über eine Brücke in die Stadt kommen. Squall hört, wie einer sagt:

„Ganz schön demoliert, was?“

Squall: „Es tut uns Leid. Der Garden geriet außer Kontrolle. Wir konnten es nicht verhindern.“

Der strenge Mann wieder.

„Macht euch keine Gedanken. Zum Glück wurde ja niemand verletzt. Außerdem lieben wir es, Dinge zu reparieren. Fühlt euch wie zu Hause.“

Er und die meisten anderen Leute entfernen sich. Squall und die anderen gehen weiter. Sie sprechen mit einem Mann, die vor einer Treppe wartet.

„Dieses Muster… Ihr seid der Balamb-Garden, oder?“

Squall: „Richtig. Woher kennt ihr uns?“

„Hm? Ob wir Bescheid wissen…? Wir haben die Hülle bemalt. Es ist schon sehr lange her. Das waren Zeiten…“

Von oben brüllt der streng aussehende Mann:

„Denkt an den Bahnhofsvorsteher. Hey, wir machen uns auf die Socken!“

Er rennt davon. Als die Helden die Treppe hinaufsteigen, bekommen wir in einer Videosequenz einen kurzen Einblick in die Stadt F.H. Sie scheint auf einer (künstlichen?) Insel inmitten des Ozeans errichtet zu sein. (Später erfahren wir, daß die Stadt auf den Schienen einer interkontinentalen Eisenbahnbrücke steht.) In ihrer Mitte befindet sich eine große kreisförmige Konstruktion, die zu den Rändern wie eine Schüssel ausgestülpt ist. Auf der Oberfläche dieser Schüssel befinden sich hunderte und aberhunderte kleine Sonnenkollektoren. Inmitten der Kollektoren befindet sich ein großes Haus, das wir später noch erkunden werden. Um die Schüssel herum gruppen sich zahlreiche Gebäude, die überwiegend direkt am Meer stehen. Kleine Anlegestellen sind zuhauf zu finden. Außen im Meer erkennen wir die schon oben erwähnten Windkrafträder, die sich fleißig drehen. Die Stadt scheint vollkommen aus verrosteten Stahlträgern errichtet zu sein.

Sie werden von einem alten Mann angesprochen.

Alter: „Der Balamb-Garden scheint völlig kaputt zu sein. Das kommt davon, wenn man ihn nicht richtig wartet. Hätte ich mich darum gekümmert, wäre das nie passiert.“

Sie gehen etwas weiter und klettern eine Leiter hinunter. Sie gelangen schließlich zu dem Stahlträger, auf dem der alte Fischer aus der Videosequenz friedlich angelte, bevor ihn der Garden vertrieb. Er hat es sich inzwischen wieder mit seiner Angelrute bequem gemacht.

Alter Fischer: „Meine alten Fischgründe sind vollkommen zerstört…“

(Sorry… es ist unsere Schuld.)

Squall: „Sorry… unsere Schuld.“

Alter Fischer: „Ah. Höö, höö… Mach dir keine Gedanken.“

Er dreht sich kurz um und nuschelt in seinen Bart.

Alter Fischer: „Ich wäre um ein Haar mit hops gegangen…

Wieder an Squall gerichtet.

Alter Fischer: „Macht doch nichts!“

Squall: „……“

Alter Fischer: „Höö, höö. Das war nur ein Scherz. Meine Angelrute hat keine Augen. Sie wird nichts bemerken, wenn ich den Ort wechsle. Es wird sich nichts ändern. Zur Begrüßung schenke ich dir das.“

„[Okkult-Fan III] erhalten!“

Alter Fischer: „Dann wollen wir doch mal weiter machen. Höö, höö.“

Sie kehren nach oben zurück und einen Weg entlang. Hinten wartet der strenge Mann von vorhin an einem Fahrstuhl.

Bekanntes Gesicht: „Soll’s nach unten gehen?“

(Ja)

Bekanntes Gesicht: „Geht in Ordnung.“

Er ruft den Fahrstuhl nach oben.

Bekanntes Gesicht: „Willst du nach Esthar?“

Squall: „……Esthar?“

Bekanntes Gesicht: „Liegt am Ende der Schienen. Der berühmt-berüchtigte Staat… Etwa nicht? Jeder der nach F.H. kommt, will dort hin… deswegen dachte ich… Da keine Züge fahren, geht man am besten von F.H. zu Fuß. Stumpfsinnig, oder? Ach ja. Ihr seid ja nur hier, weil ihr einen Unfall hattet. Sorry. Ok, steigt ein.“

Surrend setzt sich der Lift in Bewegung. Er bringt sie von dem großen Raffinerieturm hinab in die Stadt. Unten erwartet sie noch ein Bekanntes Gesicht.

Bekanntes Gesicht 2: „Heeey, du wieder! Hä? Hast du mich vergessen? Wir haben uns am Kran getroffen.“

(Stimmt… oder? Ich weiß nicht recht.)

Squall: „Sorry…“

Bekanntes Gesicht 2: „Hmm, wenn du so höflich bist, weiß ich nicht was ich sagen soll. Ich und mein Bruder kümmern uns um den Lift. Du hast ihn doch oben getroffen?“

(Ja, genau…)

Bekanntes Gesicht 2: „Es scheint, du hast nicht gewußt, mit wem du vorhin geredet hast. Na egal. Wir sehen uns alle ähnlich. Wenn du den Lift benutzen willst, sag mir einfach Bescheid.“

Ein paar Meter weiter wartet bereits der dritte im Bunde.

Bekanntes Gesicht 3: „Sag mal, bist du ein SEED?“

Squall: „Ja.“

Bekanntes Gesicht 3: „Für Geld kämpft ihr doch gegen jeden? Bist du eigentlich glücklich damit?“

(Will er mich anmachen?)

Bekanntes Gesicht 3: „Nein, nein. Ist schon gut. Eure Lebensweise geht mich nichts an. Hauptsache, ihr laßt uns in Frieden.“

(…die gleiche Denkweise wie ich. Kein gutes Gefühl, wenn man es dir ins Gesicht sagt……)

Sie erreichen den Rand der Solarschüssel, die sie bereits von oben sehen konnten. Ein alter Mann weist ihnen den Weg.

„Schaut. Da vorne steht das [Haus des Bahnhofsvorstehers].“

Sie benutzen eine Treppe, die sich durch die Solaranlage führt. Ganz in der Mitte der Schüssel – auf einer Plattform – ist das Haus des Bahnhofvorstehers. Vor dem Haus treffen sie den ehemaligen Direktor des Galbadia Gardens, der gedankenverloren in die Solaranlage starrt.

Dodonna: „…es ist viel geschehen, danach. Man hat mich aus dem Galbadia-Garden rausgeworfen. Alles was ich aufgebaut hatte, habe ich verloren. Ich irrte durch die Gegend, …und wurde von den Menschen hier aufgenommen. Sie sagten, ich solle neu beginnen. Sie haben einem Habenichts wie mir erlaubt, hier zu bleiben. Ich… ich… ich schäme mich für das, was ich bis jetzt getan habe.“

Sie betreten das Haus. Da sie unten niemanden antreffen, steigen sie ins Obergeschoß. Ein schönes Zimmer, rundherum verglast, mit einer gläsernen Kuppel oben. Auf dem Boden sitzen ein Mann und eine Frau. Einladend deutet der Mann auf den Boden.

Dobe: „Setzt euch. (kurze Pause) Ich will ja nicht unhöflich sein aber… Wann wollt ihr abreisen?“

(Ist ja ziemlich direkt.)

Squall: „…sobald der Garden abflugbereit ist.“

Dobe: „Und wann soll das sein?“

Squall: „…wissen wir noch nicht. Wir wissen nicht einmal, wie der Garden überhaupt funktioniert.“

Dobe: „Ich werde einen Techniker beauftragen. Er wird die Reparaturen ausführen. Einverstanden?“

(Ein Außenstehender soll den Garden betreten? Das kann ich wohl nicht alleine entscheiden.)

Dobe: „Wenn ihr keine Befugnisse habt, solltet ihr es vorher absprechen.“

Squall erhebt sich und will gehen. Rinoa will sich damit aber nicht zufrieden geben.

Rinoa: „Ähm… wieso wollen Sie uns so schnell los werden?“

(Die werden schon ihre Gründe haben. Es interessiert mich im Grunde nicht.)

Dobe: „Ihr seid eine Gruppe von Bewaffneten. Löst ihr nicht Probleme mit Gewalt? Das widerspricht unseren Grundsätzen.“

Flow: „Wir glauben fest daran, daß man Probleme durch Gespräche lösen kann. Wenn man sich gegenseitig verständigt, sind Kämpfe nicht notwendig.“

(…da hat sie recht. Und wie sie recht hat.)

Dobe: „Gewalt ruft Gewalt hervor. Deswegen möchten wir nicht, daß ihr hier bleibt.“

Draußen. Squall will sich auf den Rückweg, doch Xell hält ihn zurück.

Xell: „Squall! Willst du ihnen denn nichts sagen?“

Squall: „Wir sind eben nicht überall willkommen.“

Squall läuft einfach weiter und Xell bleibt keine Wahl als ihm zu folgen.

Die drei haben die Schüssel noch nicht halb durchquert, als sie von irgendwo eine entsetzte Stimme hören.

„Ga…!

Ga…!

Ga…!

Ga…!

Ga…!

Ga…!

Galbadianische Truppen!“

Sie erreichen den Rand der Schüssel. Dobe und seine Frau Flow sind ihnen gefolgt

Flow: „Wartet! Die Galbadianer haben es doch auf euch abgesehen?“

(Ja, vielleicht.)

Flow: „Ihr seid dafür verantwortlich!“

(Wir würden ja schon kämpfen, aber sie könnte das etwas freundlicher sagen…)

Dobe: „Flow! Du darfst nichts erwarten. Außer kämpfen können sie ja nichts.“

(…DAS kann man auch freundlicher sagen.)

Dobe: „Man kann alles bereden.“

(Wenn das bloß so wäre.)

Dobe macht sich auf, mit den Galbadianern zu verhandeln. Sie folgen ihm zu einem großen Platz. Dort redet Dobe auf einen Offizier ein. Reglos beobachten unsere Helden das Geschehen.

(……)

Xell: „Er ist zwar ein Arsch, aber wir müssen ihm helfen.“

(Wenn die Galbadianer es nur auf den Garden abgesehen haben, hat der Alte nichts zu befürchten… Worüber reden sie gerade…?)

Die Kamera schwenkt zu Dobe, und wir können das Gespräch anhören.

Dobe: „Wie oft muß ich das noch sagen? In dieser Stadt gibt es kein Mädchen das Ellione heißt.“

(Ellione!?)

Galbadia-Soldat: „Wir werden dann die Stadt abfackeln.“

Dobe: „Wirklich! Wir kennen keine Ellione!!“

Galbadia-Soldat: „Wie auch immer, die Stadt wird niedergebrannt. Befehl von Edea.“

Dobe: (geht auf die Knie und bettelt) „Bitte nicht!“

Galbadia-Soldat: „Willst du als erster sterben?“

Der Soldat hebt Dobe hoch und würgt ihn.

(Soll ich langsam…?)

 (Einschreiten!)

Xell: „Ich wußte es, Squall!“

Sie nähern sich dem feindlichen Soldaten.

Galbadia-Soldat: (während er Dobe von sich schleudert) „Wer seid ihr?“

Squall: „Wir sind die SEEDS.“

Galbadia-Soldat: „Hey! Hier sind SEEDS! Holt das Eisen-Krad!!“

Squall: (zu Dobe) „Es tut uns Leid, aber wir kennen leider keine andere Methoden.“

Plötzlich sind sie von gegnerischen Truppen umstellt und der Kampf beginnt. Mühelos besiegen sie die regulären Soldaten. Doch dann bebt die Erde.

Rinoa: „Was ist das?“

Oben auf einer Brücke fährt ein Panzer. Der Panzer „springt“ von der Brücke herab und landet vor unseren Helden, die den Kampf annehmen. Es ist im übrigen derselbe Panzer, den der andere SEED-Trupp in der Raketenbasis bekämpft hat. Xell fragt: „Was ist denn das!?“ und Squall gibt zur Antwort: „Im Schnelldurchlauf erledigen!“ Nach wenigen Schlägen geht der Panzer in Flammen auf. Er rollt unkontrolliert zurück und fällt über die Kante hinunter ins offene Wasser.

Und dann… kommen drei vertraute Gestalten den Hang hinaufgeklettert.

Selphie: „Squall!!“

Selphie, Quistis und Irvine nehmen Haltung an. Sie salutieren vor ihrem Truppenführer. Squall und Xell erwidern den Gruß.

(Sie sind alle wohlauf… Ein Glück……)

Squall: „Willkommen zurück, Selphie. Quistis, Irvine… Gut, daß ihr es geschafft habt.“

Irvine: „Und wie sieht es jetzt mit dem Garden aus?“

(Es gab zwar einige Zwischenfälle, aber…)

Squall: „Dem Garden ist nichts passiert.“

Selphie: (vor Freude hüpfend) „Juuhuuu!!“

Squall: „Wie kommt ihr eigentlich hierher?“

Xell: „Squall, darüber reden wir später.“

(… stimmt auch wieder.)

Squall: „Xell, Rinoa. Geht mit Selphie zum Garden. Ich werde mich hier noch etwas umschauen.“

Alle nicken, und gehen dann. Lediglich Rinoa bleibt ein wenig zurück. Sie möchte noch mit Squall unter vier Augen sprechen.

Rinoa: „Du sagtest doch eben… ‘Gut, daß ihr es geschafft habt’,“

(Ja und?)

Rinoa: „Das paßt gar nicht zu dir… aber……ich finde das nett.“

(Das ist…)

 (weil ich die Verantwortung trage.)

Squall: „Ich trage ja die Verantwortung, weil ich sie hingeschickt habe.“

Rinoa: „Ist das alles?“

(Was soll da noch sein?)

Rinoa: „Ich bin trotzdem froh. Niemandem ist etwas passiert, und du bist deine Sorgen los. Na ja. Bis dann, Squall!“

Sie läßt ihn alleine. Squall spricht nun mit dem Bahnhofsvorsteher.

Dobe: „Ihr habt mir das Leben gerettet.“

Squall: „War es Ihnen unangenehm?“

Dobe: „Das habe ich nicht gesagt. Aber ich sage auch nicht danke.“

Squall: „Wir wollen keinen Dank. Nur……“

(Nur…was? Was will ich überhaupt?)

 (Daß er uns versteht.)

 Squall: „…daß Sie uns verstehen. Wir sind kein Haufen von blutrünstigen Killern.“

Dobe: „Aha?“

(Ich hasse solche Gespräche… Was sage ich ihm…?)

(Ich versuch´s einfach.)

Squall: „Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll… aber… Wenn wir durch Gespräche alle Probleme lösen könnten…… ……wären wir die letzten, die was dagegen hätten. Aber man braucht sehr viel Zeit, um den anderen zu überzeugen. Erst recht, wenn sich der Gegner dagegen sträubt. Mit solchen Leuten Gespräche zu führen… …erfordert sehr viel Zeit und Energie. Daher…… Damit Menschen wie Sie Gespräche führen können… ……sind auch Menschen wie wir notwendig. Es gibt viele Menschen, die für Sie kämpfen. Denken Sie immer daran.“

Dobe: „War das alles?“

Squall: „Wir werden so schnell wie möglich von F.H. verschwinden.“

Dobe: „……verstehe.“

Es ist nun möglich, die Stadt weiter zu erkunden, Zeitschriften einzusammeln und etwas über die Geschichte von F.H. zu erfahren. Dann macht macht sich auf den Rückweg in den Garden. Als er mit dem Lift hoch zur Raffinerie fährt, wartet oben Irvine auf ihn.

Irvine: „Direktor Cid hat das Ok-Zeichen gegeben. Der Reparatur-Trupp ist jetzt im Garden.“

Squall: „Verstanden.“

Irvine: „Ach ja~.“

Squall: „Was ist?“

Irvine: „Ich… ähm… Die Leute von F.H. sind doch alle hochqualifiziert? Ich hab etwas, was ich repariert haben möchte. Ob es in Ordnung ist, wenn ich die mal frage?“

(……?)

Squall: „Wenn die Arbeiten am Garden nicht in Verzug geraten……warum nicht? Aber übertreib´s nicht, Ok?“

Irvine: „Na klar~. Mach ich natürlich… ich meine, natürlich nicht.“

Squall will weitergehen. Irvine ist ihm auf den Fersen.

(……?)

Squall: „Wieso folgst du mir?“

Irvine: „Selphie ist etwas betrübt. Du bist der Anführer. Es ist doch deine Aufgabe, sie aufzumuntern? Aber du magst ja solche Geschichten nicht. Ich dachte mir nur, ob ich da nicht nachhelfen kann.“

Squall: „Wo ist Selphie?“

Irvine: „An der [Bühne für das Sommerfest].“

Sie machen sich auf den Weg. Nach kurzer Zeit muß Irvine noch etwas loswerden.

Irvine: „Mo-moment mal…“

Irvine: „Mit Reparaturen haben die also das gemeint?“

Squall: „Dachtest du, die kommen mit Hammer und Schraubenzieher?“

Irvine: „Nein… natürlich nicht.“

Squall: „Komm jetzt.“

Irvine: „Wenn es um so etwas geht, ist auf unseren Boß Verlaß…“

Weiter geht es in den Garden und zum Schulhof, wo Selphie an der Bühne wartet. Kein Wunder, daß Selphie betrübt ist. Die Bühne wurde bei der Kollision mit F.H. zerschmettert und ist nur noch ein Haufen Trümmer.

Selphie: „Sooo ein Reinfall.“

Squall: „Der Garden fliegt, wir sind mit F.H. kollidiert… Kein Wunder.“

Selphie: „Ich hätte so gern die Band hier auftreten sehen. Ich hatte schon einige Musiker in Aussicht… Ach jeeehhh…“

(Sieht niedergeschlagen aus.)

(Trösten)

Squall: „Wird schon werden.“

Selphie: „Danke, Squall. Daß du mich tröstest ist ja ganz was Neues. Ich wirke wohl ziemlich trübselig……“

(…[ganz was Neues]? Ich empfinde auch wie ein normaler Mensch. Nur… gegen die meisten Dinge kannst du sowieso nichts unternehmen, oder? Es nervt mich tierisch, wenn ich mit Leuten reden muß. Deshalb……)

Selphie: „Hey, du grübelst ja wieder. Aber laut sagen tust du´s nicht, gell?“

Squall: „……na und?“

(Wir reden gerade über DICH. Laß mich gefälligst aus dem Spiel.)

Selphie: „Ich bin gaaanz Ok~. Keine Sorge, Squall.“

Squall: „Irvine Kinneas. Ich überlasse sie dir.“

Irvine: „Hää!?“

Eine Durchsage.

Direktor Cid: «Squall, Squall. Kommen Sie bitte ins Direktorat.»

(Was ist jetzt schon wieder?)

Squall zieht von dannen. Wir erleben nun einen kleinen Dialog zwischen Irvine und Selphie.

Selphie: „Es bringt jaaa nichts, sich hängen zu lassen.“

Irvine: „Genauuu, Selphie. Wir wollen Fun haaaben.“

Selphie: „Fun? Was denn, was denn?“

(Jetzt zeig´s ihr.)

Irvine: „Fragen wir doch die Leute von F.H., die gerade den Garden reparieren. Für die ist es doch ein Kinderspiel, die Bühne wieder flott zu machen.“

Selphie: „Meinst du? Ob sie wohl ja sagen?“

Irvine: „Keine Sorge. Ich werde dir helfen, die Leute zu überreden.“

Selphie: „Das heißt jaaa…!“

Irvine: „Die von dir produzierte Band wird es trotzdem geben.“

Selphie: „Wooow! Dann laß uns doch nach ein paar Musikern suuuchen!“

(Das klappt jaaa~! Das wird coool mit ihr.)

Szenenwechsel. Squall steht oben auf der Kommandobrücke und salutiert vor Direktor Cid. Er hat offenbar gerade Bericht erstattet.

Squall: „………das wäre alles.“

Direktor Cid: „……ich verstehe. Selphie hatte es schon berichtet. Sie müssen es schwer gehabt haben. Selphie meinte, daß sie den Bericht in ihrem Tagebuch veröffentlichen will. Sie sollten einmal hineinschauen.“

Squall: „Übrigens…… …schien es das Ziel der Galbadianer zu sein, Ellione zu finden. Offensichtlich auf Befehl der Hexe.“

(Ellione besitzt die Kraft, die Gedanken eines Menschen in die Vergangenheit zu schicken. Ob sich die Hexe Edea diese Kraft einverleiben will? Oder gibt es andere Gründe…?)

Direktor Cid: „Sie meinen, die galbadianische Armee handelt auf Befehl Edeas und hat in F.H. Ellione gesucht?“

Squall: „Sie hatten auch den Befehl, die Stadt niederzubrennen. Unabhängig davon, ob sie Ellione finden oder nicht.“

Direktor Cid: „Sie wollten wohl die Stadt zerstören um keine Zufluchtsstätte zu bieten.“

(……verstehe.)

Direktor Cid: „Die Hexe Edea wird diese Taktik weltweit anwenden, bis sie Ellione gefunden hat. Wir können nicht mehr länger warten.“

(…das bedeutet, Kampf mit der Hexe.)

Er tritt ans Mikro und startet eine Durchsage.

Direktor Cid: «Hier spricht Direktor Cid. Ich habe Ihnen etwas mitzuteilen.»

Szenenwechsel in die Krankenstation. Dr. Kadowaki und Quistis unterhalten sich dort, als zu ihrer Überraschung folgende Durchsage ertönt.

Direktor Cid: «Ich habe Ihnen allen etwas sehr Wichtiges mitzuteilen. Die Antriebsaggregate des Garden werden zur Zeit repariert. Wenn die Reparaturen fertig sind, werden wir F.H. verlassen und uns auf eine Reise begeben. »

Szenenwechsel in die Mensa. Dort hat sich einmal mehr eine lange Schlange vor dem Hotdog-Stand gebildet, an deren Ende Xell steht. Die Durchsage wird fortgesetzt. Xell scheinen die Worte ziemlich aufzuregen.

Direktor Cid: «Wir werden gegen die Hexe kämpfen. Der Garden wird uns als Stützpunkt dienen. Das Management wird weiterhin von mir und dem Team geführt. »

Er verläßt eilig die Mensa. Szenenwechsel zu Rinoa, die in der Bibliothek vor einem Bücherregal steht.

Direktor Cid: «Uns steht ein Kampf bevor. Dazu brauchen wir einen fähigen Anführer. Ich, der Direktor, habe Squall zum Truppenführer ernannt.»

Auch Rinoa verläßt eilig ihren derzeitigen Standort. Zurück auf der Brücke, wo Squall nicht fassen kann, was er gerade gehört hat.

Direktor Cid: «Ab sofort übernimmt Squall das Kommando über den Garden.»

(……im Ernst!?)

Direktor Cid: „Ich wünsche uns allen viel Glück.“

(……das ist nicht fair.)

Direktor Cid: „Wer meine Entscheidung nicht gutheißt, soll sich direkt bei mir beschweren.“

(Und was ist mit meiner Meinung…?)

Cid beendet die Durchsage und wendet sich nun direkt an Squall.

Direktor Cid: „Squall, es liegt jetzt alles an Ihnen. Das ist ihr Schicksal. Der Kampf mit der Hexe war schon immer ihre Bestimmung.“

Squall: „Tun Sie nicht so, als sei mein Leben schon vorausbestimmt gewesen!!“

Der Bildschirm wird dunkel. Textboxen auf dem Bildschirm, die Squalls Gedanken widergeben.

(Mit der Hexe kämpfen, ist Ok. Solange ich ein SEED bin, ist das ohnehin unumgänglich. Hm? Solange ich ein SEED bin? Aus der SEED-Einheit austreten? Austreten und was dann? Was bleibt dann noch von mir? Ich will nicht mal daran denken. ……kommt nicht in Frage.)

Squall liegt in seinem Bett. Unruhig wälzt er sich hin und her.

(Ich muß tun, was der Direktor gesagt hat.  Den Garden führen…und die Hexe besiegen. Nicht die Kämpfe. Was mir zu schaffen macht, sind die anderen. Ich muß so schnell wie möglich die Hexe beseitigen und das  Ganze beenden. ……!? Die Hexe ist doch die Ehefrau von Direktor Cid? Heißt das, wir sollen seine Frau beseitigen!? Wie muß man sich fühlen, einen solchen Befehl zu geben?)

haben. Auf der großen Plattform vor seinem Haus wurde eine Bühne errichtet.

Irvine: „Hallo, allerseits. Darf ich vorstellen: Die Produzentin, Selphie.“

Selphie: „Ähhhm. Danke! Da Squall nun zum Kommandanten befördert worden ist, möchte ich ihm als Zeichen der Freundschaft ein Musikstück schenken.“

Quistis: „Das wird ein Spaß.“

Xell: „…und wer soll das Stück spielen?“

Irvine: „Schau dich doch mal um.“

Xell: „Wo?“

Quistis: „Meinst du… etwa uns? …ob das gut geht?“

Rinoa: „Laßt uns einfach probieren.“

Selphie: „Instrumente und Noten stehen bereit. 4 Leute bilden die Band.“

Rinoa: „Wow, cool.“

Selphie: „Ähm, sorry. Aber du spielst nicht in der Band, Rinoa.“

Rinoa: „Was? Wollt ihr mich ausschließen?“

Selphie: „Nein, nein. Für dich habe ich eine besonders wichtige Aufgabe, Rinoa.“

Xell: „Und, was sollen wir jetzt tun? Wir können nicht einfach drauflos spielen.“

Selphie: „Darüber wollte ich mit euch sprechen. Ich habe diesen Posten angenommen, kurz nachdem ich nach Balamb kam. Mein Vorgänger hatte zwar die Noten besorgt, aber nach dem Chaos sind sie völlig durcheinander gekommen. Das Stück besteht aus 4 Stimmen. Ich hab hier aber Noten für insgesamt 8 Stimmen.“

Xell: „Was heißt das?“

Irvine: „Aus den 8 müssen wir die 4 richtigen Stimmen aussuchen. Aber wenn wir die falschen Stimmen erwischen, haben wir einen Salat.“

Selphie: „Jeder nimmt ein Instrument und spielt seinen Part. Irvine wird dann die richtigen aussuchen.“

Irvine: „Dann fangen wir mal an.“

„Was soll Xell spielen?“

(Gitarre)

Xell schnappt sich eine Gitarre und spielt los, während die anderem ihm zuhören. Wir übernehmen an dieser Stelle Irvine, und können einige Sidequests in der Stadt erledigen. Im übrigen gibt es neben einigen mißlungenen Liedern zwei richtige Möglichkeiten, die die nächste Sequenz zwischen Rinoa und Squall leicht unterschiedlich ablaufen lassen.

Schließlich geht Irvine zu Xell.

Xell: „Und, Ok?“

(Ok! Los!)

Irvine: „Ok, weiter.“

Irvine probiert jetzt ein Instrument.

„Was soll Irvine spielen?“

 (Geige)

Irvine: „Ist es gut so?“

(Ok! Los!)

Irvine: „Ok, weiter.“

Selphie ist dran.

„Was soll Selphie spielen?“

 (Flöte)

Selphie: „Gut sooo?“

(Ok! Los!)

Irvine: „Ok, weiter.“

Zuletzt wählt auch Quistis ihr Instrument.

„Was soll Quistis spielen?“

 (Steppschuhe)

Quistis: „Und?“

(Ok! Los!)

Die Vicotry Fanfare wird eingespielt.

Irvine: „Ok. Jetzt heißt es, bis zum Abend üben.“

Selphie: „Am Abend beginnt dein Part, Rinoa.“

Rinoa: „Ich bin so aufgeregt. Wird schon schiefgehen.“

Selphie: „Ich freu mich sooo auf den Abend!“

Szenenwechsel. Bei Squall im Zimmer. Es ist mittlerweile Abend geworden. Endlich steht er auf, nachdem er den ganzen Tag im Bett verbracht hat.

(…verdammt langweilig. Was die anderen wohl machen?)

Er steht auf und verläßt die Quartiere. Auf dem Flur zum großen Innenhof stehen Quistis, Xell und Rinoa. Rinoa trägt das weiße Abendkleid, das sie schon damals auf dem Ball anhatte.

Quistis: „(Da kommt er ja.)“

Xell: „(Viel Glück, Rinoa.)“

Sie verschwinden. Squall kommt langsam heran. Rinoa sieht ihm herausfordernd entgegen.

Rinoa: „Ignorier mich nur. Hey, wie geht´s?“

(Na ja.)

Rinoa: „Du machst wohl auf Trübsal? Sag jetzt nicht ‘Nicht wirklich’. Wenn du das sagst, kann ich mich gleich vergessen.“

(……nicht wirklich.)

Rinoa: „Wie wär´s mit einem Live-Konzert?“

(…kein Bock…)

(…auf so was.)

Squall: „Kein Bock auf so was.“

Rinoa: „Warum?“

Squall: „Geht dich nichts an.“

Rinoa: (kichernd) „Wie lustig. Du reagierst ja genau, wie es Quistis vorausgesagt hat. Ich weiß, daß du jetzt keine Lust zum Ausgehen hast. Schließlich hast du eine schwere Mission vor dir. Hör zu. Ich bin von den anderen beauftragt worden, mit dir zu reden.“

Squall: „Von den anderen?“

Rinoa: „Quistis, Selphie, Xell und Irvine. Also hör mir bitte zu. Ich darf die anderen nicht enttäuschen.“

(Hm………)

(Also gut.)

Rinoa

„Super!“

Die beiden werden automatisch in F.H. postiert. Sie stehen an der Treppe, die die Solarschüssel hinab zum Haus des Bahnhofvorstehers führt. Oben warten Irvine und Selphie, sowie einige SEED-Anwärterinnen.

Irvine: „Hey, ihr beiden!“

Er schnappt sich Squall und geht ein paar Schritte mit ihm, bis sie außer Hörweite sind.

Irvine: „(Das sieht ja vielversprechend aus. Da gibt´s einen Ort, wo ihr beide eine schöne Zeit verbringen könnt.)“

(Schöne Zeit…)

Irvine: „(Neben der Bühne. Ich hab’s reserviert. Dort wo die alte Zeitschrift liegt. Ihr könnt es benutzen. Du brauchst mir nicht zu danken. Ich bin froh, wenn ich meinem  Chef dienlich sein kann.)“

(Du machst dir um mich Sorgen?)

Squall: „Ich werde es mir anschauen.“

Irvine: „Wenn ich komme, müssen wir uns aber abwechseln.“

Er geht zurück zu Selphie. Squall folgt ihm.

Irvine: (zu Squall) „(So, jetzt muß ich aber ran…)“

Selphie: „Was?“

Sie läuft voraus.

Squall: (zu Irvine) „Scheint wohl nicht zu klappen.“

Irvine: „Ach vergiß es.“

Er läuft Selphie nach. Squall schnappt sich Rinoa, und sie steigen die Treppe hinab. Unten haben die vier Musiker auf der Bühne ihren Platz eingenommen.

Selphie: „Squall! Dies ist ein Geschenk an unseren neuen Kommandanten, Squall. Und auch an dich, Rinoa!“

(Was zum Henker…)

Selphie: „Laß es krachen! Hier kommt die [Selphie-Band]!“

Sie legen los. Eine Art irische Folk-Melodie. [Die Alternative wäre Eyes on Me gewesen.] Squall und Rinoa hören eine Weile zu. Dann suchen sie das ruhige Plätzchen am Rand der Plattform auf, das Irvine Squall empfohlen hat. Dort liegt auch das besagte Heftchen.

(Das muß der Platz sein, den Irvine gemeint hat.)

Rinoa: „Oh… da liegt ein unanständiges Heft.“

Begleitet von einem facepalm Squalls.

(Irvine… du Vollidiot.)

Squall: „Du wolltest mit mir reden? Ist es Ok hier?“

Er setzt sich an den Rand der Plattform und läßt die Beine baumeln.

Squall: „So, raus mit der Sprache.“

Rinoa geht neben Squall in die Hocke.

Rinoa: „Squall, du führst doch jetzt den Garden an. Das muß sehr anstrengend sein.“

(…willst du mich unter Druck setzen?)

Rinoa: „Du hast harte Zeiten vor dir. Du wirst manchmal nur noch vor dich hin nörgeln. Wir haben vorhin darüber gesprochen, daß du dir die Probleme wahrscheinlich alleine aufbürden wirst.“

(Ihr habt über mich gesprochen?)

Sie nimmt nun doch neben ihm Platz; zwischen ihnen liegt aufgeschlagen das [unanständige Heft].

Rinoa: „Wir sind sehr gut in Nachahmen. besonders dich, Squall. Du runzelst so die Stirn…“

Sie führt es vor. Lustigerweise runzelt Squall in eben diesem Moment wirklich die Stirn auf die ihm typische Weise, so daß er zunächst nicht auf Rinoa achtet. Als Squall merkt, daß Rinoa ihn nachmacht hebt er den Arm, als wolle er sie schlagen. Blitzschnell vollführt Rinoa eine Rolle rückwärts. Lachend steht sie wieder auf.

Squall: „Bis Morgen.“

Rinoa: „Halt! Sorry!“

Sie macht einige Schritte und geht in seinem Rücken in die Hocke.

Rinoa: „Wir haben darüber gesprochen, daß… ähm daß du wahrscheinlich nicht alleine die Antwort auf alle Fragen finden kannst…“

Sie gibt Squall einen kleinen Schubs und er fällt hinunter. Unsanft landet er auf einem der Sonnenkollektoren. Rinoa kommt zu ihm herunter gesprungen. Squall vollführt eine wütende Geste in ihre Richtung

Squall: „!!“

Rinoa: „Es ist egal was! Es ist wirklich egal über was. Nur, sprich einfach mit uns. Sprich über deine Sorgen und Probleme. Vielleicht können wir dir helfen. Wir wären dann auch in der Lage, unsere Kräfte auf die Mission zu konzentrieren… meinte Quistis.“

(Wenn man sich auf andere verläßt… ist die Enttäuschung später groß. Wir können alle nicht ewig zusammen bleiben. Wenn du Freunde hast, die dir vertrauen, und Erwachsene, denen du vertraust… …fühlst du dich geborgen. Aber es ist falsch, sich daran zu gewöhnen. Eines Tages wirst du aus dieser Geborgenheit heraugerissen… Begreift ihr nicht? Man fühlt sich verlassen… Und das ist sehr sehr hart… Irgendwann kommt so ein Zeitpunkt. Es ist schwer, das zu überwinden. Deswegen…… Deswegen will ich alleine sein. Ich brauche……keine Freunde.)

Rinoa: (umher stolzierend) „So eine schöne Nacht, tolle Musik… und ein gutaussehender Typ neben mir. Und dieser Super-Typ überlegt jetzt gerade…… Er denkt bestimmt darüber nach, was ich ihm erzählt habe. Er sagt zwar nichts, aber ich weiß es. Was sagst du zu unserem Vorschlag? Ob das wohl zu viel verlangt ist?“

Squall: „Ich verstehe was du sagen willst. Aber……“

Rinoa: „Was heißt hier ‘aber’? Hör mal…… Es könnte gut sein, daß wir morgen nicht mehr da sind. Gerade deswegen möchte ich, daß du mit uns redest. Jetzt sind wir alle noch da.“

Squall: „……also nur jetzt. Morgen könnten alle nicht mehr da sein. Dann brauche ich erst recht keine Freunde.“

Rinoa: „Du denkst wohl nur negativ. Niemand kann dir die Zukunft versprechen. Deswegen zählt nur, was heute ist. Das was wir alle wollen ist, dich zu unterstützen, Squall. (Sie stupst Squall) Wir mögen dich, Squall. Wir möchten alle mit dir zusammen sein.“

Squall: „Mit mir…?“

Rinoa: „Merk dir nur dieses eine, Squall. Denk daran, wenn du alleine nicht mehr klar kommst. Wir werden für dich da sein. Ich kann keine Versprechungen geben, aber es wird nicht gleich morgen passieren, daß wir nicht mehr da sind. (Sie stöckelt über den Sonnenkollektor, die Arme auf dem Rücken verschränkt) Erzähl mir deine Träume, Squall. Gibt es etwas was du tun willst?“

(…keine Ahnung.)

Squall: „Sorry, aber über so etwas möchte ich nicht reden. Wie steht es mit dir?“

Rinoa: „Über die Zukunft will ich auch nicht reden, weil ich kein Hellseher bin. Aber jetzt, in der Gegenwart… …möchte ich, daß alles so bleibt wie es ist.“

Noch einmal werden kurz die vier Musiker gezeigt, die das irische Stück in der Endlosschleife wiederholen. Dann folgt die Abblende. Squall hat sich schlafen gelegt. Unruhig träumend wälzt er sich in seinem Bett. Dann ertönt die Melodie Fragments of Melody und einmal mehr finden wir uns in Squalls Träume wieder.

Wir kennen den Traum, bzw. ist es eigentlich eine Erinnerung, bereits. Als kleiner Junge steht er vor einem im antiken Stil errichten Haus mit dorischen Säulen. Es regnet, es ist dunkel und grau. Nur sein gelbes Shirt leuchtet hell und hebt sich von dem grauen Umfeld ab.

‘……Ell.  Ich bin alleine… Ich werde mich bemühen… Ich schaffe es auch ohne dich. Ich werde alles alleine schaffen.’

Wieder endet der Traum an dieser Stelle. Squall wird durch eine Durchsage geweckt. Eine unbekannte Stimme.

«Squall, Schulsprecher Squall! Bitte sofort auf die Brücke.»

(……Schulsprecher?)

Er macht sich auf den Weg. Oben erwarten ihn Quistis, Shou und ein ich vage bekannt vorkommender SEED. Ansonsten fällt auf, daß die alten Gerätschaften auf der Brücke entfernt wurden und durch eine futuristisch anmutende Apparatur ersetzt wurde. Die drei Leute applaudieren Squall.

Quistis: „Hallo, Schulsprecher.“

Squall: „Schulsprecher?“

Shou: „Das ist dein Rang. Ich und Quistis haben uns das ausgedacht.“

Quistis: „Sorry, daß wir das ohne dein Wissen beschlossen haben. Aber wir müssen uns die Arbeit aufteilen.“

Shou: „Ich werde mich innerhalb des Gardens um den Nachwuchs kümmern.“

Quistis: „Ich werde zusammen mit Dr. Kadowaki nach den Schülern sehen.“

Quistis: „Dein Aufgabengebiet umfaßt die Routenplanung und das Strategische. Ähm, ach ja. Laß Selphie ein wenig ausruhen. Sie meinte, daß alles in Ordnung wäre. Aber das mit den Raketen scheint sie mitgenommen zu haben. Und? Ok?“

Squall: „Ok, einverstanden.“

Shou: „Gut. Ich habe schon etwas zu berichten.“

Sie deutet auf den jungen SEED am Steuer.

Niida: „Hi, Squall.“

Squall: „Wer bist du?“

Niida: „Wa…! Ich glaub´s nicht! Ich bin´s doch! Wir haben doch beide die SEED-Prüfung bestanden.“

Squall: „Hatte ich vergessen.“

Niida: „Herrje. Sieht dir ja wieder ähnlich. Ach ja, du weißt doch, daß die Leute von F.H. den Garden repariert haben? Die Arbeiten sind jetzt fertig. Das heißt……… Der Garden kann wieder fliegen. Übrigens… …bin ich jetzt für die Steuerung zuständig. Die Leute von F.H. haben mir alles erklärt. Überlaß mir also das Steuern. Sag mir einfach Bescheid, wenn du los willst.“

Quistis: „Wohin jetzt? Leider haben wir zu wenig Infos.“

Shou: „Hört mal, wie wär´s, wenn wir kurz nach [Balamb] zurückgehen? Wir haben schließlich die Stadt beschädigt. Wie es wohl dort aussieht? Vielleicht passiert in Balamb genau dasselbe wie in F.H… Es ist ja ebenfalls eine Hafenstadt.“

Quistis: „Du hast Recht. Was machen wir, Squall?“

Niida: „Legen wir ab?“

(Genau.)

Squall: „Wir wollen los. Die Route lege ich unterwegs fest. Die Mannschaft soll sich bereithalten.“

Niida: „Verstanden! (Er drückt eine Taste, um das Mikro zu aktivieren.) Hier spricht die Brücke.“

Szenenwechsel in die Einganshalle, wo sich zwei Mädchen unterhalten, als Niida seine Ansprache beginnt.

«In Kürze wird der Garden seine Reise fortsetzen. Bitte anschnallen. Schulsprecher Squall, möchte vorher seine Antrittsrede halten.»

Nun in der Bibliothek. Rinoa schaut überrascht auf, als sie Squall über den Lautsprecher hört.

«…darauf hab ich keinen Bock. Schalte das Mikrophon aus!»

Rinoa lacht lauthals los. Wir haben jetzt die Aufgabe einen neuen Trupp (ohne Selphie) aufzustellen, und übernehmen dann die Steuerung des Gardens, als die Ansicht auf die Weltkarte wechselt.

Wir erkennen, daß F.H. mitten im Meer, neben einer interkontinentalen Eisenbahnbrücke errichtet wurde, die sich quer über den Ozean spannt. Dies wird später interessant sein.

Dann fahren wir mit dem Garden los in Richtung Balamb.

OPTIONALE SIDEQUESTS

An dieser Stelle des Spiels ist es möglich, sich mit einigen Quests zu beschäftigen. Diese sind rein optional und daher auch nicht Bestandteil des Memorial Albums, auf dem dieses Skript basiert. Darum werden sie auch nicht behandelt. Zumindest die umfangreiche Shumi-Sidequest möchte ich aber eventuell später nachreichen, daher dieser Platzhalter.

[Anmerkung: Tatsächlich habe ich bislang die meisten optionalen Quests und Szenen übersprungen, soweit sie nicht im Memorial Album vorkommen, wie z.B. die CC-Kings im Garden und diverse Gespräche sowie Hintergrundinformationen zur Spielwelt.]

Hier geht es jetzt mit der Story weiter.

BALAMB #4

Sie erreichen Balamb und parken den Garden in der Nähe der Stadt. Squall macht sich mit Xell und Rinoa auf, die Stadt zu erkunden. Doch sie erleben eine unliebsame Überraschung: Die Straße nach Balamb ist gesperrt.

Squall: „Sind das… Galbadianer?“

Sie bemerken zwei Personen, Einheimische, denen ebenfalls der Weg versperrt wird.

Frau des Hoteliers: „Was soll ich tun? Was passiert mit der Stadt? Wann können wir wieder hinein? Hätte ich bloß meine Tochter mitgenommen… Ich hoffe, daß sie zu Hause brav ist… Hoffentlich passiert ihr nichts……“

Hotelier: „Seit Tagen ist die Stadt gesperrt. Unsere Tochter wartet auf uns… aber wir können nichts machen. Die Hexe hat Soldaten hierher entsandt. Heißt das, daß die Welt vor ihr kapituliert hat?“

Squall wendet sich an einen Soldaten.

Galbadia-Soldat: „Diese Stadt wird im Namen der Hexe Edea gesperrt! Ohne Erlaubnis darf niemand durch!! Es wird einige Tage so bleiben!! Wenn die Stadt komplett durchsucht ist, seid ihr dran! Wartet hier!“

Sie entfernen sich ein paar Schritte. Unschlüssig blicken sich die drei an. Was tun? Der Soldat kommt auf sie zu.

„Warum läuft ihr herum? ……verdächtig.“

Xell: „…was wollt ihr in so einer Kleinstadt?“

Galbadia-Soldat: „Was ist mit euch? Seid ihr Einwohner?“

Xell: „Yo! Ihr könnt doch wenigstens die Einwohner reinlassen, oder?“

Galbadia-Soldat: „[Betreten verboten] heißt, daß niemand hinein oder hinaus darf. Verstehst du, was ich sage?“

Xell: „Hä?! Willst du mich verarschen?“

Galbadia-Soldat: „Was ist? Was wollt ihr noch?“

Squall: „Du sagtest, daß die Stadt gesperrt ist. Das heißt doch, daß auch der Informationsaustausch gestoppt ist. Schade… wir hätten Infos über Ellione……“

Galbadia-Soldat: „Was? …Ellio…? Stop!“

Galbadia-Soldat: „Erzähl! Los! Ihr kennt Ellione?“

Squall: „Ich bin mir noch nicht sicher. Dazu muß ich in der Stadt etwas nachprüfen. Laßt uns also rein.“

Galbadia-Soldat: „…… Wenn ihr etwas herausgefunden habt, berichtet das dem Kommandeur im Hotel! Ihr werdet dann bestimmt reichlich belohnt werden.“

Er läßt die Truppe passieren. Auf den Straßen ist kaum jemand unterwegs, von den Besatzungstruppen abgesehen. Ihr erster Weg führt sie zu Xells Zuhause.

Xell: „Bin zu Hause! Huch?“

Im Wohnzimmer finden sie Xells Mutter zusammen mit einer Nachbarin und deren Sohn.

Xell: „Alles Ok, Mutter?“

Mutter Din: „Xell? Wie bist du reingekommen?“

Xell: „Wir haben einfach erzählt, daß wir einige Infos über Ellione haben. Das war´s.“

Mutter Din: „Puh… ich dachte schon, daß du die Soldaten verprügelt hast. Die Hexe würde diese Stadt zerstören, wenn es hier zu Unruhen kommt… Das sagten die Galbadianer.“

Squall: „Ist die Hexe Edea in der Stadt?“

Mutter Din: „Ich sah auf jeden Fall eine Frau mit einer Augenklappe und grauen Haaren.“

Squall: „Fu-Jin! Sie ist also hier.“

Xell: „Laß mich einfach ran! Ich werde sie vertreiben!“

Squall: (…ist Cifer auch hier?)

Mutter Din: „Sie wollten die Stadt für einige Tage abriegeln. Aber ich glaube ihnen nicht. Die ganze Stadt ist genervt. Sowohl wir, als auch die Soldaten. Xell, sei vorsichtig. Durch Herumboxen erreichst du hier nichts.“

Mutter der Rotznase. „Ich hoffe, daß wir nicht gestört haben… Xell, die Menschen setzen zwar auf dich, aber bitte übernimm dich nicht. Zeig den Galbadianern sanft, wie der Hase läuft, Ok?“

Xell: „Hey, ich dachte, du machst dir Sorgen über mich? Na ja.Ich werd´s denen zeigen!“

Rotznase: „Xell! Endlich bist du da! Ich hab eine Spezialtechnik entwickelt!“

Er macht irgendeinen Unsinn.

„Hyeeeaah!!! Super•Wunder•Tritt!!“

Mutter der Rotznase: „Hey! Du sollst nicht in fremden Häusern toben!“

Rotznase: „Keine Sorge! Den benutze ich nur zu besonderen Anlässen! So, jetzt gehe ich ein bißchen spionieren!“

Mutter der Rotznase: „Wie oft soll ich ihm sagen, daß es draußen gefährlich ist? Xell, wenn du ihn siehst, bring ihn bitte her. Egal wie.“

Sie verlassen Xells Heim und gehen zum Hotel, das streng bewacht wird. Offenbar dient es den Galbadianern als Hauptquartier.

Galbadia-Soldat: „Der Kommandeur hat uns befohlen, niemanden durchzulassen!“

Squall sagt etwas.

Galbadia-Soldat: „……was ist? Eine Information über Ellione?“

Die Soldaten tuscheln miteinander.

 (…was mache ich jetzt…? schon wieder ein Gerücht?)

(Wenn ich wieder etwas falsch mache, wird mein Sold gekürzt……)

(Das Problem ist, daß unsere Vorgesetzten je nach Laune unseren Sold bestimmen…)

(Wir haben leider nicht das Recht, unsere Vorgesetzten auszuwählen…)

Xell: „Hey! Wir haben wirklich nützliche Infos! Führt uns zu eurem Kommandeur!“

(Irgendwie… sind sie verdächtig…)

(Das denke ich auch! Irgendwas stimmt da nicht!)

Galbadia-Soldat: „Fragt das unseren Truppenführer! Er ist auf Patrouille!“

Im Hafen beginnen sie ihre Suche nach dem Truppenführer. Ein Soldat mit einem Spürhund gibt ihnen Auskunft.

Galbadia-Soldat: „Unser Truppenführer hat gerade hier geangelt. Er war glücklich, daß er einen Fisch fangen konnte… …er meinte, daß er ihn sofort essen will.“

Sie erfahren auch, daß der Hund Ellione oder jede andere Person aufspüren kann, deren Geruch er in der Nase hat. Eine wichtige Information.

Galbadia-Soldat: „Ich soll mit diesem Suchhund Ellione finden. Aber wie soll er sie finden, wenn er ihren Geruch nicht kennt? Das kann niemals klappen.“

Wir gehen zunächst zurück in den Ort. Aus Xells Haus kommt verdächtiger Rauch. Sie gehen rein. In der Küche qualmt es.

Mutter Din: „Da kam ein Galbadianer, der unsere Küche benutzen wollte. Er hat einen stinkenden Fisch zubereitet. Jetzt riecht die ganze Wohnung danach. Wenn ein Fisch so [stinkt], muß er schlecht sein. Aber der Typ wollte ihn ernsthaft essen. Er wollte das auch seiner Truppe zum essen geben. Ich hoffe, daß niemandem etwas passiert……“

Sie gehen in die Küche und nehmen die stinkenden Dämpfe in ihre Kleidung auf. Nun riechen sie nach Fisch. Im Hafen gehen sie erneut zu dem Hundeführer. Als sie sich von dem Hund beschnuppern lassen, wetzt dieser los. Eilig folgen ihm unsere Helden.

Der Hund führt sie zum Bahnhof. Er springt in einen dort wartenden Zug. Augenblicke später springt Rai-Jin aufgeregt aus dem Zug. Er ist auf der Flucht vor dem Hund, der ihn beharrlich verfolgt.

Squall: „Das ist Rai-Jin! Hinterher!!“

Sie folgen Rai-Jin ins Hotel. Die Tore dort stehen nun offen, aber die Wachen halten sie zurück.

Galbadia-Soldat: „Hey, ihr da! Ihr dürft da jetzt nicht reingehen! Unser Kommandeur hat geraden den Truppenführer, der eben kam…“

Rai-Jin fliegt ihm hohen Bogen aus dem Hotel und landet unsaft auf dem Asphalt.

„WAAAHHH!! ARRRGHHH……!“

Rai-Jin: „Fu…Fu-Jin! Hysterie ist mal nicht gut! Ich habe mal richtig gearbeitet! Ich mußte nur mal den faulen Suchhund wecken! (er wendet sich den Wachen zu) Hey, ihr da! Ihr müßt mir mal helfen! Wir versuchen mal zusammen Fu-Jin zu beruhigen!“

Xell: „Rai-Jin!“

Jetzt erst wird Rai-Jin auf die Helden aufmerksam.

Rai-Jin: „Whoa! Was macht ihr mal hier!?“

Xell: „Wir sind hier, um mal Balamb zu befreien! ……argh, nein! Wir sind hier, um Balamb zu befreien!“

Rai-Jin: „Cifer meinte mal, ‘Wenn Squall kommt, könnt  ihr ihn mal ganz locker umhauen!’ (zu den Wachen) Ihr helft mal mit!“

Der Kampf beginnt. Xell: „Mach dich fertig, Rai-Jin!“ Die Wachen sind leicht besiegt, doch Rai-Jin ist ein härteres Kaliber. Nach einigen harten Treffern geht aber auch er in die Knie. Rai-Jin. „Hmpf, das war’s mal.“ Die Helden triumphieren.

Xell: „Ok!! Jetzt ist der Kommandeur dran!“

Sie stürmen das Hotel. Drinnen wartet Fu-Jin.

Xell: „Bist du der Kommandeur?! Verpißt euch aus Balamb!!“

Fu-Jin: „…Rai-Jin…verloren?“

Xell: „Ganz recht! Wo sind Cifer und die Hexe!? Ich werde euch alle niedermachen!“

Squall: „Nur mir der Ruhe, Xell. Scheinbar bist du hier alleine, Fu-Jin. Willst du trotzdem kämpfen?“

Fu-Jin: „Wut!“

Jemand spricht.

„Ha ha ha! Mal warten! Sie ist mal nicht alleine!“

Erschrocken drehen sie sich um.

„W-wer ist da?“

Rai-Jin spaziert fröhlich hinein.

Rai-Jin: „Hier bin ich mal wieder! Ich fühle mich mal stärker! Ich fühle mich mal unsterblich!“

Xell: „Warum? Wir haben ihn doch platt gemacht!?“

Sie treten also gegen Fu-Jin und Rai-Jin an. Rai-Jin: „Jetzt mal ein bißchen ernst.“ Das Duo ist eine harte Nuß, aber Squall und den anderen nicht gewachsen. Bald heißt es von Fu-Jin: „Rückzug.“ Rai-Jin kämpft noch etwas weiter, doch er steht auf verlorenem Posten. Schwer verwundet sagt Rai-Jin: „Das war mal nicht schlecht.“ Er heilt sich noch einmal mit dem Vigra-Zauber, aber vergeblich. Nach einem weiteren harten Treffer spricht Rai-Jin: „Fu-Jin, ich bin auch mal K.O.“

Im übrigen haben wir den beiden die G.F. Pandemona gedrawt, der wir nach dem Kampf einen individuellen Namen geben können.

Nach dem Kampf verhört Squall die beiden.

Squall: „Hat die Hexe euch das befohlen?“

Fu-Jin: „Negativ!“

Rai-Jin: „Die Hexe hat mal nichts zu tun! Wir handeln mal nach eigenen Regeln!“

Squall: „…was für Regeln?“

Rai-Jin: „Die Regeln von Cifer.“

Squall: „…dann ist es Ok. Aber hört jetzt damit auf. Das ist jetzt kein Streit mehr unter Garden-Schülern.“

Fu-Jin: „……negativ.“

Rai-Jin: „Wir können mal nicht zurück… Cifer hat mal viele Untergebene, aber wir sind seine einzigen Freunde. Die Galbadianer gehorchen ihm nur, weil sie mal die Hexe fürchten. Wenn wir mal auch noch weggehen, hat er niemanden mehr.“

Xell: „Wenn ihr seine Freunde seid… …solltet ihr Cifer sagen, daß er damit aufhören soll!“

Rai-Jin: „Das ist mal keine solche billige Beziehung! Egal was er mal tut, wir werden ihm folgen!!“

Fu-Jin: „Akzeptanz!“

Squall: „Ich kann euch verstehen… Ihr wollt also nicht zurück, richtig? Nächstes Mal kenne ich keinen Skrupel.“

Squall will das Hotel verlassen.

(…es geht nicht anders… sie wollen es doch so…oder?)

Quistis: „Moment mal!“

Rai-Jin: „Ich will mal nicht mehr reden! Es macht mich mal etwas traurig!“

Fu-Jin: (indem sie Rai-Jin einen Tritt vors Schienbein verpaßt) „Trauer verboten! Abmarsch!“

Die beiden Idioten trollen sich.

Quistis: „Es ist wirklich traurig.“

Squall: „Wer zum Freund oder zum Feind wird, entscheidet sich rein zufällig. So wurden wir erzogen… Es ist doch nichts Besonderes?“

(Nichts Besonderes? Wirklich…? Warum fühle ich mich dann…?)

Squall: „Wir gehen.“

Die Galbadianer räumen die Stadt. Als nächstes finden wir uns als Squall zusammen mit Quistis, Shou und Niida auf der Brücke wieder.

Quistis: „Wohin als nächstes?“

Der Fahrstuhl bewegt sich, als jemand hochkommt.

Selphie: „Hallooo Leute~!“

Squall: „Was ist?“

Selphie: „Wohin wollen wir jetzt?“

Squall: „Ich überlege noch.“

Selphie: „Ähm, wie wär´s mit dem Trabia-Garden?“

Selphie: „Die Hexe wird sich kaum dafür interessieren. Aber es könnte jaaa vielleicht trotzdem sein… meine ich.“

(Aber… dort könnte durch den Raketenangriff die Hölle los sein. Ach ja. Grade deswegen will sie da hin… verständlich.)

Squall: „Ich werde es mir überlegen.“

Selphie: „Danke.“

TRABIA

Trabia liegt im Nordosten der Welt, nahe der Schneegrenze. Squall gibt Befehl, dorthin zu fliegen und stellt eine neue Truppe mit Selphie und Irvine auf. Auf geht’s nach Trabia!

Das Tor finden sie verschlossen vor. Eine Spur der Verwüstung. Kein Mensch in Sicht.

Selphie: „Ein…Volltreffer…?“

Sie läßt den Kopf hängen. Irvine zuckt die Achseln.

Irvine: „Das ist doch Wahnsinn……“

Selphie nimmt die Mauer in Augenschein.

Selphie: „Ich gehe jetzt rein.“

Squall: „Sei vorsichtig.“

Trotzig klettert Selphie über die Mauer und ist in Windeseile entschwunden. Langsam folgen Squall und Irvine. Das Innere des Geländes ist noch schlimmer zugerichtet. Sämtliche Gebäude sind eingestürzt, die Wege verheert; kaum ein Stein steht noch auf dem anderen. Irvine hält Squall zurück.

„Squall!“

Da kommen auch Quistis, Xell und Rinoa.

Quistis: „Wo ist denn Selphie?“

Xell: „…Selphie fehlt ja.“

Squall: „Selphie ist schon mal vorgegangen.“

Rinoa: „Sind denn hier keine Monster…? Squall, wir müssen hinterher!“

Er nickt, weiter geht’s. Doch weit müssen sie nicht gehen. An einem Brunnen sehen sie Selphie mit einem anderen Mädchen stehen. Die beiden unterhalten sich aufgeregt Es gab also doch Überlebende! Squall spricht das Mädchen an.

Selphies Freundin: „Hi. Danke, daß du Selphie immer hilfst.“

 (…irgendwas positives sagen.)

Squall: „……Selphie braucht keine Hilfe. Sie macht alles wirklich blendend.“

Selphie: „Wooow~!!“

Selphies Freundin: „Was ist denn los?“

Selphie: „Das sieht ihm gar nicht ääähnlich~.“

(…danke für die Blumen.)

Selphie: „Hinten ist ein Sportplatz. Wartet bitte dort auf mich. Ich will noch mit ein paar Leuten sprechen.“

Quistis macht sich mit ihren Leuten auf den Weg. Squall und Irvine sehen noch sich etwas um, statt direkt zum Sportplatz zu gehen. In den Ruinen treffen sie auf weitere Überlebende, mit denen sie sich unterhalten können. In einem Gebäude wurde eine provisorische Krankenstation eingerichtet. Dort treffen sie Selphie wieder. Ein Junge und ein Mädchen kommen herbei.

„Selphie!“

Junge: „Selphie… es tut mir wirklich Leid…“

Selphie: „Was denn? Warum? Was tut dir Leid??“

„Ich konnte deinen Teddybär, den du mir geschenkt hast, nicht retten…“

Mädchen: „Der Bär ist bestimmt traurig…“

Selphie: „Ach, mein Bärchen wird doch deswegen nicht weinen. Er ist ein tapferer Bär. Er ist glücklich darüber, daß euch nichts passiert ist.“

Sie tut so, als lausche sie einer Stimme.

Selphie: „Hm!? Ich höööre seine Stimme! Er meint, er wird euch immer beschützen! Seht ihr? Er ist immer bei euch. Ihr dürft also nicht traurig sein.“

Mädchen: „Ja,gut! Versprochen! Sag dem Bärchen, daß ich nicht mehr traurig bin.“

Junge: „Danke, Selphie!“

Selphie bemerkt Squall und Irvine.

Selphie: „Sorry! Ich komme gleich. Wartet bitte am Sportplatz.“

Auf dem Weg zum Sportplatz kommen sie auch an einem eilig angelegten Friedhof vorbei. Selphie kniet vor einem der Gräber.

Selphie: „…… Ich hab…alles gegeben……! Die Bühne war zwar kaputt… aber ich hab…das Konzert doch noch machen können…… Ich hab euch versprochen… daß wir…etwas Besonderes… …auf die Beine stellen… …habt ihr…gesehen? Das Konzert… mein Traum… …unser Traum…… …habt ihr…gesehen? Das Konzert… mein Traum… …unser Traum…… Habt ihr zugeschaut? Habt ihr zugehört? ………… Ich…werde es immer wieder versuchen… bis ihr mich hört. Unser Traum ist noch… lange, lange nicht zu Ende! Er ist viel, viel größer!“

Sie lassen Selphie in ihrer Trauer alleine und gehen endlich zum Sportplatz. Als Squall und Irvine ankommen, warten die anderen – Selphie ausgenommen – bereits auf sie.

Squall: „Wir gehen zurück, sobald Selphie wieder hier ist.“

Jeder sucht sich ein einsames Plätzchen, um seinen eigenen Gedanken nachzuhängen. Squall überlegt.

(Hier sind keine Gegner… …oder kommen sie noch? Wo ist die Hexe? Wir müssen sie schnell finden…)

Squall beschließt, der Reihe nach jeden seiner Kameraden anzusprechen, um sich die Zeit etwas zu vertreiben.

Rinoa: „Seitdem ich euch kennengelernt habe, denke ich über vieles nach. Aber eine Sache beschäftigt mich schon die ganze Zeit.“

Xell: „Wo kommt die Hexe plötzlich her? Hat sie gelauert, bis eine günstige Gelegenheit kam? Oder hat sie wie ein normaler Mensch gelebt?“

Quistis: „Aus welchem Grund sucht sie Ellione? Ellione kann Squall in die Vergangenheit bringen. Will die Hexe etwa auch zurück?“

Irvine: „Mir fehlt ein wenig die Männlichkeit. Ich muß ja Selphie beschützen.“

Da kommt ein einsamer Basketball auf das Spielfeld gerollt, und hinterher läuft Selphie, die sich sofort lautstark zu Wort meldet.

Selphie: „Sorry, habt ihr lange warten müssen? Danke, daß ihr mir Zeit gelassen habt.“

Irvine: „Das wird schon alles gut.“

Selphie: „Danke. Ihr müßt mich mitnehmen, wenn wir gegen die Hexe kämpfen. Ich werde mich rächen. Das werde ich ganz bestimmt!“

Rinoa: „Warte… Müssen wir denn kämpfen? Gibt es keine Alternative? Eine Lösung, wobei niemand verletzt wird?“

Xell: „Hey, hey, hey! Jetzt ist es eh schon zu spät.“

Rinoa: „Vielleicht weiß ein Wissenschaftler eine friedliche Lösung…?“

(…und was dann? Wenn es eine andere Lösung gäbe, hätte jemand sie schon umgesetzt. Aber niemand tut etwas. Die Leute reden und tun so, als würden sie nachdenken. Gerade solche Leute meckern nur herum, sind sich aber zu schade, etwas selbst zu tun. Was willst du überhaupt, Rinoa? Was erwartest du denn von mir? Ich bin im Garden aufgewachsen. Ich bin ein SEED… ist dir das eigentlich klar?)

Rinoa: „Squall? Wenn du was zu sagen hast, sag´s bitte laut!“

Squall: (wütend) „Du warst doch in der Widerstandsbewegung? Du hast gehandelt, anstatt nur zu meckern. Du hast mitgekämpft… Warum sagst du dann plötzlich so was? Wir haben für euch gekämpft. Wir haben dich beschützt. Und jetzt stellst du unsere Methoden in Frage. Warum?“

Rinoa: „Ich bin ängstlich geworden. Wenn ich mit euch zusammen bin, fühle ich manchmal… …daß wir alle…… auf einer Wellenlänge sind. Aber wenn der Kampf beginnt, komme ich nicht mehr mit… Ich versuche euch einzuholen, aber ihr seid ganz weit weg… Wohin geht ihr…? Laßt mich nicht allein!Dann frage ich mich…… ob ihr mich noch hört… ob ihr mich noch akzeptiert… ……ob ihr noch am Leben seid. Ob wir wieder zusammen sein können. Wenn ich daran denke……“

Irvine: „Ich kann dich verstehen, Rinoa. Vielleicht bleibt einer von uns auf der Strecke. Vielleicht geht jemand von uns, den du liebst. Es ist nicht einfach, in ständiger Angst zu leben. …und deswegen kämpfe ich. (er schnappt sich den Ball) Als ich klein war…… Ich glaub …4 Jahre oder so. Lebte ich in einem Waisenhaus.“

Irvine wirft und verfehlt den Korb.

Szenenwechsel: Irvine befindet sich als Erwachsener in einem altertümlichen steinernen Haus. Kisten stehen unordentlich in dem Zimmer herum. Es wirkt ein wenig heruntergekommen, aber behaglich. Links ist eine große Tür, hinten befindet sich eine weitere Tür. Durch das Fenster daneben erkennt man einen Strand und in der Ferne  einen weißen Leuchtturm. Irvine setzt seine Erzählung fort.

[Anmerkung: Wo im folgenden einfache Anführungszeichen ‘ ’ verwendet werden, spricht das kindliche Ich eines der Helden. Die Erwachsenen sind davon durch die doppelten Anführungszeichen „“ zu unterscheiden.]

Irvine: „Da waren wirklich viele Kinder, die alle keine Eltern hatten. Das war alles wegen des Krieges. Viele Kinder wurden zu Waisen. Na ja, auf jeden Fall war ich in einem Waisenhaus.“

Die Tür links öffnet sich und drei Kinder stürmen durch den Raum. Sie verlassen ihn, ebenso schnell wie sie kamen, durch die hintere Tür und laufen hinunter zum Strand.

Irvine: „Da war ein Mädchen, das mir besonders wichtig war.“

Ein kleines Mädchen mit braunen Haaren, gelbem Shirt und grüner Latzhose saust herbei. Als sie Irvine sieht, hält sie an.

‘Irvieee, laß uns spieeelen! ’

Irvine: „Ich mochte sie und hatte mich immer drauf gefreut, von ihr angeredet zu werden.“

Ein kleiner Junge, Irvine als Kind, taucht plötzlich dort auf, wo der erwachsene Irvine steht.

‘Was spielen wir denn, Sephie?’

‘Wir spielen Krieeeg!’

Sie verlassen den Raum. Wieder zurück in der Gegenwart.

Selphie: „Dieses Waisenhaus… ist es ein Haus aus Steinen?“

Irvine: „Genau~“

Quistis: „Ein altes steinernes Haus? ……am Meer?“

Irvine: „Genau~ Ich wußte es sofort, als ich euch im Galbadia-Garden sah.“

Selphie: „Warum hast du nichts gesaaagt?“

Quistis: „Genau, warum?“

Wieder sehen wir Irvine in dem Waisenhaus. Vor ihm steht neben der kleinen Selphie noch ein weiteres Mädchen, wohl Quistis.

Irvine: „Irgendwie hattet ihr das vergessen. Es war mir peinlich, daß nur ich mich daran erinnerte. Die muntere Sephie und die stolze Quistie.“

Selphie: „Das ist ja verrückt.“

Quistis: „Hm?“

Ein kleiner blonder Junge betritt den Raum.

Xell: „Äh… weißt du noch von unserem Feuerwerk?“

Irvine: „Das war…“

Nun kommt der kleine Irvine vom Strand herauf.

Irvine: ‘Hier~her!’

Die Kinder folgen ihm. Der erwachsene Irvine folgt ihnen bedächtig. Nun kommt durch die andere Tür Squall als Erwachsener. Anders als Irvine ist er nur eine geisterhaft Silhouette. Auch er nimmt die Tür zum Strand. Draußen steht einsam und alleine der kleine Squall mit dem gelben Shirt, den wir bereits zweimal in Squalls Träumen sahen.

‘(Wo……bist du denn? Magst du mich nicht mehr?)’

(…es ist beschämend.)

Der große Squall nimmt den Weg zum Strand hinab. Hier warten seine Freunde auf ihn, die wieder Erwachsene sind. Sie genießen das herrliche Panorama. Den blauen Himmel mit dem riesigen Mond, das türkise Meer, die sanften Wellen, die schroffen Klippen und hinten am Kap den Leuchtturm.

Irvine: „Sah es nicht so aus?“

Selphie: „Stiiimmt!“

Xell: „Das Meer! Der Leuchtturm!“

Quistis: „Das Feuerwerk!“

Szenenwechsel. Es ist dunkel am Strand. Die Sterne stehen am Himmel und der Leuchtturm ist hell erleuchtet. Die Erwachsenen sind verschwunden, und die Kinder, die sie in ihrer Erinnerung sind, sitzen einträchtig um ein Lagerfeuer. Von oben ruft Xell.

Xell: ‘Heeeeeeeey! Kinder dürfen nicht mit Feuer spielen! Ich sag das Mama!’

Die kleine Quistis antwortet ihm.

‘’Hasenfuß! Geh doch zu Mama!’

Xell: „Ich war doch auch da, richtig?“

Quistis: „Wir haben beide nachher Ärger bekommen.“

Xell: „……was ist dann mit meinen Eltern in Balamb?“

Sie sind dieses Mal in einem anderen Raum des Waisenhauses, offenbar der Schlafsaal. Es ist immer noch dunkel. Neben Xell und Selphie befindet sich auch Quistis im Raum. Sie alle sind wieder Kinder. Einzig Irvine steht als Erwachsener daneben; immerhin ist es seine Erinnerung an die anderen.

Quistis: „Das Ehepaar Dincht hat also Xell aufgenommen.“

Irvine: „Es war bestimmt so.“

Xell: „Ich……war hier…“

Xell: ‘Auaaaaaa! Mama! Auaaa!’

Da ist ein anderer blonder Junge, der Xell ärgert. Er trägt dasselbe Shirt wie…

‘Hasenfuß, Hasenfuß!’

Selphie: „Wer ist das?“

‘Ha~senfu~ß!’

Xell: ‘Cifer hat mich geschlagen!’

Quistis: „Oh…!“

Xell: „Cifer…… Er war mein Erzfeind.“

Selphie: „Er war also auch da!“

Der geisterhafte Squall kommt hinein und betrachtet diese Erinnerung. Irvine spricht ihn an.

Irvine: „Na?“

(Irvine…? Ich kann mich an ihn nicht erinnern…)

(Quistis…mochte ich nicht so sehr.)

(Selphie…lief die ganze Zeit herum.)

(Xell…hat immer geheult und herumgeschrien.)

(Cifer…… Er war immer Cifer…)

Die Erwachsenen verlassen diesen Ort. Wir finden uns jetzt auf dem Sportplatz in der Gegenwart wieder.

Irvine: „Cifer war auch da. Außer Rinoa, waren alle da.“

Selphie: „Das bedeutet doch……“

Die Kamera zentriert sich auf Squall.

„Ja……… ich war auch da.“

Einmal mehr die Szene mit dem kleinen Squall im Regen. Dieses Mal flankiert von seinem großen Pendant. Der erwachsene Squall ist nun richtig zu erkennen, und kein Schemen mehr.

Squall: „Ich…“

‘……Ell.’

Squall: „Ich habe immer auf [Ell] gewartet…“

‘Ich bin alleine… Ich werde mich bemühen… Ich schaffe es auch ohne dich. Ich werde alles alleine schaffen.’

(…ich habe es nicht geschafft.)

(…Elll……)

Squall: „Ell… Ellione……? Ellione ist… [Ell]! Sie war älter als wir und wurde von uns [Ell] genannt. Quistis, Xell, Selphie, Irvine, Cifer, Ellione und ich. Ja, genau. Irgendwie waren wir alle in diesem Waisenhaus.“

Die Erwachsenen haben sich auf dem Strand versammelt, an den sie sich gemeinsam erinnern.

Xell: „[Ell] ist also Ellione?“

Selphie: „Sie kann uns zu Laguna führen, nicht waaahr?“

Squall: „Sie wollte die Vergangenheit verändern. Ich weiß aber nicht warum……“

Quistis: „Es gibt nur einen einzigen Grund dafür.“

Selphie: „Sie ist einfach nicht glücklich!“

Xell: „Wenn das so ist, müssen wir ihr helfen! Wir sind alle Kumpels aus diesem Heim und halten zusammen!“

Selphie: „Du hattest es doch bis vorhin komplett vergessen!“

Irvine: „Tja, genau wie du, Selphie. …..es war also Ellione. Wir mochten Ellione, aber Squall wollte sie für sich allein haben.“

Squall: „Daß du dich daran erinnerst… ……eigenartig. Ich schätze, mich wollte niemand wegen meiner ganzen Art. Cifer ging es vermutlich genauso. Wir müßten seit dem 5. Lebensjahr im Garden gewesen sein. Aber noch nie hat jemand ein Wort über das Waisenhaus verloren. Ich hab nicht einmal daran gedacht, obwohl ich ihn täglich gesehen habe. Da stimmt doch was nicht.“

Selphie: „Da hast du absoluuut Recht! Ich hatte nur wunderschöne Erlebnisse in Trabia. Es war sooo schön, daß ich meine Kindheit vergessen hatte.“

 Selphie:  „Aber bei euch stimmt wirklich was nicht.“

Quistis: „Ich kann mich noch erinnern … nein, ich habe mich jetzt daran erinnert… Ich hatte Probleme mit meinen Stiefeltern, und kam mit 10 in den Garden. Da habe ich Squall und Cifer wiedergesehen. Ihr habt euch andauernd gestritten.“

Squall: „Ja…genau. Quistis hat immer  versucht, den Streit zu schlichten.“

Quistis: „Ganz genau! Cifer wollte stets im Mittelpunkt stehen. Aber Squall hat ihn immer ignoriert. Es kam zu Streitigkeiten. Squall hat sich immer provozieren lassen. Ich hab ihm immer gesagt, daß er das nicht machen soll. Dann sagtest du ‘Ich muß stark sein, damit Ell zurückkommt.’ Ich wollte immer so werden wie Ell. Aber es hat nicht geklappt. Genau! So war es! Ich mußte immer an Squall denken, auch nachdem ich zum Ausbilder befördert wurde. Ich dachte, daß er meine große Liebe war. Als Ausbilder durfte ich das aber nicht zeigen. Jetzt begreife ich langsam… Das war so eine Art …Geschwisterliebe. So war es also……“

Sie wendet sich ab und spricht zu sich selbst.

Quistis: „(Keine echte Liebe… Na ja…ich hatte ihn eh aufgegeben,  als Rinoa ins Spiel kam.)“

Ihr kommt eine Idee, die sie sogleich laut verkündet.

Quistis: „Hey! Das gilt bestimmt auch für Cifer! Auch er kann sich wahrscheinlich nicht mehr erinnern. Aber er spürt jedes Mal ein Kribbeln, wenn er Squall sieht.“

Xell: „Deswegen hat er es also auf Squall abgesehen.“

Squall: „Wie kann man das alles vergessen? Wir kennen uns schon ewig… Und trotzdem… warum?“

Irvine: „Das sind…… Die Nebenwirkungen der G.F. Die G.F. verleihen uns Macht. Aber die G.F. haben direkte Auswirkungen auf unsere Psyche.“

Quistis: „Und unsere Erinnerungen werden gefressen? Das ist doch Propaganda, die die G.F.-Gegner in die Welt setzen.“

Xell: „Heißt das, daß wir durch die G.F. unser Gedächtnis verlieren?“

Quistis: „So was läßt doch unser Direktor niemals zu!“

Irvine: „Und warum hattet ihr alles vergessen, und ich nicht? Wie kann so was dann passieren? Ich hatte bis vor kurzem keine G.F. benutzt. Daher kann ich mich an das meiste erinnern.“

Quistis: „Was ist mit Selphie? Sie hat doch im Balamb-Garden zum ersten Mal eine G.F. gekoppelt.“

Selphie: „Ähm…… Ich muß euch etwas gestehen!“

Sie sind nun wieder im Schlafsaal.

Selphie: Als ich 12 war, hatte ich an einem Training teilgenommen… Und da habe ich ein Monster besiegt, das eine G.F. besaß. Ich hab sie schon damals benutzt. Daher kenne ich das schon. Irgendwas ist komisch… Ich kann mich nicht mehr an den Namen erinnern…!“

Quistis: „Das Ganze ist also doch wegen der G.F…? Was machen wir jetzt?“

Squall: „Nichts. Es ist doch alles in Ordnung.“

Xell: „Nichts ist in Ordnung!“

Squall: „Aha? Willst du jetzt ohne G.F. kämpfen?“

Xell: „Das hab ich nicht gesagt!“

Squall: „Wir brauchen die G.F. unbedingt. Ohne sie kommen wir nicht weiter. Auch wenn wir dafür etwas opfern müssen, werde ich sie weiterverwenden.“

Selphie: „Wie wär´s, wenn wir ein Tagebuch führen würden? Dann können wir uns an alles Geschehene erinnern!“

Xell: „Ist das wirklich Ok…? Ja…das ist Ok… Ich muß mich nicht mehr daran erinnern, daß Cifer mich ständig geärgert hat. Außerdem brauche ich die Macht, um meine Eltern zu beschützen. Sie haben mich aufgenommen und erzogen.“

Quistis: „Könnt… …ihr euch an Mama erinnern?“

Xell: „Sie trug immer schwarze Sachen……“

Selphie: „Ähm……“

(Mama…… ihr schwarzes Kleid… es ist wie……)

Sie sehen eine schwarzhaarige Frau durch den Raum schreiten. Sie trägt ein langes schwarzes Kleid, das ihr bis zu den Knöcheln reicht, und gleichfarbige Sandalen.

Quistis: „Freundliches Gesicht… lange schwarze Haare… Ich wollte so werden wie sie………“

Selphie: „Wenn ich an ihr Gesicht denke… Ich habe Angst…Sie ist doch……“

Die Frau ihrer Erinnerung dreht sich um und zeigt ihr Gesicht.

Xell: „Ja…sie ist wie… Mama ist wie…“

Irvine: „Ist wie? Nein nein. Sie heißt Edea Kramer. Mama ist die Hexe Edea.“

Eine leise Stimme: Fithos, Lusec, Wecos, Vinosec…

Selphie: „Mama…… Hexe Edea……“

Quistis: „Warum hat sie…?“

Irvine: „Warum hat sie was? Warum sie die Raketen abgeschossen und Kriege geführt hat? Das können wir jetzt nicht herausfinden.“

(…Da hat er Recht.)

Die Erinnerung verschwindet.

Irvine: „Hört mal bitte her. Den Garden und die SEEDS hat sie sich doch ausgedacht, nicht wahr? Ich bin zwar kein SEED, aber soviel habe ich begriffen. SEEDS kämpfen gegen die Hexe.“

(Irgendwas stimmt da nicht. Als Cifer mich folterte, fragte er, was die SEEDS eigentlich sind… Unsere Mama müßte das doch eigentlich wissen. Aber die Hexe Edea ist unsere Mama. Soviel steht fest. Was geht hier ab?)

Irvine: „Hörst du mir zu, Squall?“

In einem Innenhof des Waisenhauses.

Irvine: „Ich wollte eines sagen. Ähm… ja. Ich kann verstehen, was Rinoa gesagt hat. Aber trotzdem werde ich kämpfen. Ich will mein Leben nicht bereuen müssen. So denken auch die anderen… meine ich zumindest. Daher sollte uns bewußt sein, daß wir gegen Mama kämpfen. Man sagt doch… …daß ein Mensch unbegrenzte Möglichkeiten hat. Aber ich glaube nicht daran. Ich hatte immer nur eine kleine Auswahl, manchmal überhaupt keine. Ich stehe jetzt hier, weil ich trotz allem, immer meine Wahl getroffen habe. Daher haben meine Entscheidungen, die ich bisher getroffen habe, eine wichtige Bedeutung für mich. Klar. Wir kämpfen gegen unsere geliebte Mama… Und wir könnten wegen der G.F. unsere Erinnerungen verlieren. Aber ich sage, na und? Ich bin nicht aus purem Zufall hier. Ich stehe hier, weil ich mein Leben selbst bestimmt habe. Und dazu kommt… …daß wir als Kinder alle zusammen waren. Wir konnten aus verschiedenen Gründen nicht zusammen bleiben. Weil wir damals noch Kinder waren, konnten wir nicht alleine leben. Es gab auch keine andere Wahl. Mehr als weinen konnten wir nicht. Aber……“

Die Szene wechselt endlich zurück in die Gegenwart.

Irvine: „Aber wir sind jetzt wieder zusammen. Neue Kameraden… Freunde sind hinzugekommen. Wir sind keine Kinder mehr. Wir sind stark geworden… …weil wir nicht mehr wollen, daß wir auseinandergerissen werden… Deswegen werde ich kämpfen. Ich will so lange wie möglich mit euch zusammen sein. Das ist ja auch das einzige, was ich tun kann.“

Xell: „Ich auch! Ich werde kämpfen! Ich will mir nichts gefallen lassen!“

Selphie: „Scheiße ist, daß wir gegen unsere Mama kämpfen müssen…“

Quistis: „Je nach Situation müssen sogar die Garden-Schüler gegeneinander kämpfen.“

Squall: „Rinoa…… Das ist unsere Art und Weise, wie wir uns und unsere Freunde beschützen. Bleib bei uns, wenn du das akzeptieren kannst. Wir wollen alle, daß du bleibst.“

Die Kamera zeigt uns den Sportplatz nun aus der Vogelperspektive. Schnee fällt vom Himmel herab.

„Heeey! Schaut maaal!“

Selphie: „Ein Geschenk der Elfen!“

Xell: „Laß uns doch zu Edeas Waisenhaus.“

Selphie: „Wie es dort jetzt aussehen mag?“

Irvine: „Vielleicht erfahren wir dort etwas?“

Quistis: „Du meinst, darüber, was mit unserer Mama passiert ist?“

(Die Ursache liegt doch in der Vergangenheit, oder? Die können wir aber nicht ändern…)

Squall: „Egal was der Grund dafür gewesen war, es ändert nichts an der Lage. Aber… Ehrlich gesagt, will ich´s auch sehen. Laßt uns jetzt [Edeas Haus] suchen.“

Squall und Rinoa bleiben zurück, während die anderen zurück zum Balamb Garden marschieren.

„Ihr seid alle…“

Rinoa: „……so stark.“

(Stark? Das stimmt nicht… wenn wir über alles nachdenken, werden wir zu ängstlich… ich glaube, daß sich jeder davor fürchtet…)

Rinoa: „Was…ist?“

Squall: „Vielleicht gibt es eine friedliche Lösung.“

Wir stellen ein neues Team auf, und wir befinden uns auf der Weltkarte im Balamb Garden.

Die Centra-Ruinen sind ein optionaler Bereich. Die Suche nach Odin und der Kampf werden dennoch im zugrundliegenden Memorial Album behandelt und sind darum auch in unserem Skript zu finden. (Die Suche nach der G.F. Tomberry wird allerdings nicht dargestellt!)

Auf dem verlassenen südlichen Kontinent befindet sich eine seltsame, turmartige Konstruktion. Unsere Helden betreten diesen Ort. Oben links wird ein Timer eingeblendet, der von 20:00 beginnend abwärts läuft. Eine Stimme ertönt, als sie einen bogenförmigen Durchgang durchqueren.

„Mein Name sei Odin. Wer sich nach Stärke sehnt, zeige die Kräfte eines Kämpfers. Kommet zu mir und besieget mich.“

Es geht an einem Brunnen vorbei und eine Treppe hoch. Dort ist ein Eingang. Sie bewegen sich über einen Lift und Leitern ganz nach oben. Auf dem höchsten Turm aktivieren sie einen Schalter. Etwas später drücken sie an einem Brunnen einen weiteren Schalter. Dies eröffnet ihnen eine neue Treppe, die sie in einen anderen Bereich führt. Sie finden eine mysteriöse Statue, der linkes Auge leuchtet.

„Das linke Auge der Statue leuchtet.“

(Nehmen)

„Das rechte Auge hab ich nicht.“

Über zahlreiche Leitern geht es weiter zu einer Kuppel. Darauf thront eine weitere Statue, deren rechtes Auge glüht.

„An der Statue fehlt das linke Auge.“

(Linkes Auge einsetzten)

„Das rechte Auge der Statue leuchtet.“

 (Lassen)

Nun wird ein zufällig generierter fünfstelliger Geheim-Code eingeblendet.

Geheim-Code:***•***•***•***•***

Jetzt entnimmt Squall wieder beide Augen der Statue.

Wir gehen zurück zur ersten Statue, um auch ihr beide Augen einzusetzen. Eine magsiche Flamme zeigt sich auf einer Stele rechts. Über ihr bilden sich glühende Ziffern, fünfmal die 0. Wir können damit den zuvor erhaltenen Code eingeben.

„Geheim-Code bestätigt“

Unter der Statue öffnet sich eine Geheimtür. Sie gelangen in einer Kammer. Vor ihnen thront eine riesenhafte Gestalt mit fahler Haut. Der Mann trägt eine dunkle Rüstung und ein weißes Cape, auf seinem Kopf sitzt ein schwarzer Flügelhelm. Es ist Odin.

Odin: „Seiet willkommen. Seiet bereit. Euch gebührt keiner Gnade. Tod den Schwachen, Glorie dem Sieger. Ob meiner Klinge als Beute ihr dienet? Diese Klinge sollet ihr brechen. So werdet ihr erhalten mein Schwert. Nun auf zum Duell… en garde!“

Odin eröffnet den Kampf. Er reitet ein weißes Schlachtroß, doch er greift nicht an. Er wartet ab, ob die Helden seine Klinge brechen werden, bevor der Timer abgelaufen ist. Andernfalls wird er sie mit einem Schlag vernichten. Doch natürlich schaffen Squall und die anderen es, den germanischen Gott vor Ablauf der Zeit zu besiegen.

„Fabelhaft, Ihr schwächlichen Menschen! Meine Klinge sollet ihr erhalten. Wann immer Ihr Euch nach Hilfe sehnt, werde ich zur Stelle sein.“

Sie verlassen den Ort. Nun ist es an der Zeit, Edeas Haus aufzusuchen. Was uns dort zum Ende der zweiten CD erwartet, lest ihr im nächsten Teil des Skripts.

» Weiter geht’s mit Kapitel 6: Ende der Kindheit (demnächst verfügbar)

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