von Leviathan
möchte ich betonen, dass nach wie vor kein Remake von Final Fantasy VII in Arbeit ist. Dies wurde und wird zumindest immer wieder von Square Enix betont und es bleibt uns nichts anderes übrig, denn dies als gegeben anzunehmen. Der nachfolgende Artikel fasst eine Reihe von Gerüchten und Spekulationen genauso wie Aussagen von Square-Enix-Mitarbeitern zusammen, und versucht die Geschichte hinter den Remake-Gerüchten (ja, diese Gerüchte gibt es nun schon so viele Jahre, dass sie eine Geschichte für sich darstellen) nachzuzeichnen.
Der Artikel selbst entstand irgendwann im Jahre 2004 und wurde seitdem mehrmals aktualisiert und umgeschrieben. Seit Anfang 2008 wurde er indes nicht mehr erneuert, so dass die hier angegeben Informationen möglicherweise veraltet sind.
Anfang Mai 2003 bezeichnete Tetsuya Nomura ein Final Fantasy VII-2 als “unrealistisch”. Er begründete dies mit der Tatsache, dass Final Fantasy X-2 unter Verwendung der Technologie und Ressourcen von Final Fantasy X sehr schnell und billig produziert werden konnte. Da jedoch für Final Fantasy VII-2 alles komplett neu entworfen werden müsste, wäre es zu viel Aufwand ein solches zu produzieren. Im Endeffekt wäre der Aufwand genau so groß wie bei einem ganz neuen Final Fantasy. (Quelle: www.gamespot.com)
Also das Ende aller Remake-Träume? Nun ja, die Aussage ist schon etwas älter, inzwischen ist Final Fantasy VII wieder in aller Munde. Man braucht wohl kein Wirtschaftexperte zu sein, um vorrauszusagen, dass ein FF VII-Remake zur jetzigen Zeit die Produktionskosten locker einspielen und Square Enix große Gewinne einbringen würde. Bedenkt man zudem, wie hoch der Kostenaufwand für die vier Final Fantasy VII-Ableger gewesen sein muss, scheint das Geldmangel-Argument nur wenig einleuchtend.
Allerdings hat Square-Enix erklärt, dass man so lange kein Remake von Final Fantasy VII machen werde, wie die alte PlayStation One-Version auf aktueller Hardware spielbar ist, also, solange wie abwärtskompatibilität besteht.
Wie man weiß, ist die aktuelle PlayStation 3 abwärtskompatibel und damit in der Lage, auch Final Fantasy VII abzuspielen. Einschränkend muss man dazu sagen, dass in neueren Baureihen — und dies betrifft insbesondere Europa — auf eine Hardware-Emulation verzichtet wurde. Die Software-Lösung ist bisher NICHT in der Lage, Final Fantasy VII abzuspielen. Bedenkt man, dass Sony die Abwärtskompatibilität beim abgespeckten 40GB-Modell der PS3 weiter eingeschränkt hat (zu PS2-Spielen besteht überhaupt keine Abwärtskompatibilität mehr, zu PS1-Spielen immerhin eingeschränkt) erscheint es unwahrscheinlich, dass extra für FF VII eine Anpassung vorgenommen wird — ist jetzt also der Fall der Fälle eingetreten?
Nicht unbedingt, denn es ist so, dass Final Fantasy VII im Mutterland Japan per Hardware-Emulation weiterhin problemlos auf der PS3 gespielt werden kann und irgendwann vielleicht doch auf den Modellen mit Software-Lösung abspielbar sein wird. Sollte sich Square Enix an seine alten Aussagen halten, dann wäre nicht vor der nächsten Konsolen-Generation einem Final Fantasy VII Remake zu rechnen.
Allerdings wäre es nicht das erste Mal, dass Square Enix seine Meinung ändert und umschwenkt. So hat SE-Präsident Wada im Jahr 2006 erklärt, dass die “Marke Final Fantasy VII” eine Lebenszeit von insgesamt 20 Jahren besäße. Er hält es für möglich, dass bis ins Jahr 2017 neue FFVII-Ableger produziert werden. In diesem langen Zeitraum bis 2017 ist ein Remake durchaus denkbar. Zumindest unter der Voraussetzung, dass Wada es ernst meinte.
Man muss sich auch klar machen, dass Square-Enix (selbstverständlich) über das große Potential eines Remakes bescheid weiß. Den Trumpf, irgendwann mal ein solches Projekt zu starten, wird man bei der Firmenleitung nicht leichtfertig aus der Hand geben, indem man ein Remake für alle Zeiten verbindlich ausschließt. So behält man sich die Option frei, jederzeit ein Remake von Final Fantasy VII herstellen zu können oder es eben auch sein zu lassen.
Im Jubiläumsjahr 2007 gab es beinahe im Wochen-Takt neue Gerüchte, die stets durch Aussagen hochrangiger Mitarbeiter von Square Enix angeheizt wurden. Nur zwei Beispiele sollen herausgehoben werden:
Im Interview mit der Dengeki PlayStation antwortete Hajime Tabata (Director von Crisis Core) auf die Frage “Dies [Crisis Core] wird bei den Leuten die Erwartung nach einem Remake von FF VII wecken, oder?” wie folgt:
Mit diesem Spiel habe ich versucht, Nomura und Kitase eine Nachricht zu vermitteln : Bitte macht ein Remake dieses Spieles [FF VII] (lacht).
Woraufhin Kitase erwiderte:
Hmm. Ich weiß nicht (lacht). Wenn sie so darauf bestehen, warum machen sie es dann nicht? (lacht)
Für Rätselraten sorgte auch das Buch “10th Anniversary Ultimania”. Darin werden auf der letzten Seite Szenen aus dem geheimen Schlußvideo von Crisis Core gezeigt, versehen mit den Worten “And Next? – We hope to meet Final Fantasy VII again”. Das Video selbst erinnert stark an die bekannte PS3 Tech-Demo von Final Fantasy VII und entlässt den Spieler mit den Worten “to be continued…” aus Crisis Core. Hinweis auf ein Remake?
Letztlich wurde aber immer dementiert, dass ein Remake in Arbeit sei und daran hat sich bis dato nichts geändert. Zudem ließ man die Gelegenheit verstreichen, im Jubiläumsjahr ein solches Projekt anzukündigen, was zu denken geben sollte.
Einigen Wirbel gab es auf der E3 2005 während der Präsentation der PlayStation 3. Dort wurde eine Tech-Demo gezeigt, in der die Eröffnungssequenz von Final Fantasy VII mit der Hardware-Power der PlayStation 3 neu gerendert worden war. Das Resultat ist mehr als nur beeindruckend – nicht nur im Vergleich mit der ursprünglichen Version. Offiziell heißt es, dass es trotzdem kein Remake geben werde – schließlich sei es nur eine Tech-Demo. Man denke nur an die FFVIII-Tanzszene, welche damals für die Präsentation der PlayStation 2 benutzt wurde – ein FFVIII-Remake gab es bisher auch nicht.
Wie oben erläutert ist es momentan eher unwahrscheinlich, dass in nächster Zeit ein Final Fantasy VII Remake erscheinen wird, doch längerfristig ist es nicht ausgeschlossen.
Erste Gerüchte um Erweiterungen, Prequels und Sequels rund um Final Fantasy VII sind beinah so alt wie das Spiel selber, als Beispiel sei das Gerücht genannt, Sony USA würde ein Final Fantasy VII aus Sicht der Turks produzieren (was sich interessanter Weise später mit “Before Crisis: Final Fantasy VII” in gewissem Sinne bestätigt hat). Im Laufe der Jahre gab es dann auch immer wieder Gerüchte um ein Final Fantasy VII Remake, die sich jedoch nie lange halten konnten. Wirklich geglaubt hat es damals – so kurz nach der Veröffentlichung des Originals – wohl kaum einer, gehofft haben es dagegen viele. Genährt wurden die Gerüchte immer wieder durch die Annahme, dass das Original unvollständig sei und es deshalb einer – diesmal vollständigen – Neuauflage bedürfe.
Mit der Ankündigung der PS2 kamen neue Gerüchte auf: Squaresoft wolle alle drei PlayStation-Teile mit der Final Fantasy X-Engine auf die PlayStation 2 konvertieren. Squaresoft bestätigte schließlich, dass man ähnliche Pläne gehabt habe, sie jedoch inzwischen verworfen hätte – vermutlich aus Geld- und Zeitmangel. In der Folge gab es eine Reihe von Petitionen, in denen Fans Square Enix aufforderten, endlich ein Remake ihres Lieblingsspiels herauszubringen – bislang wirkungslos.
Im Oktober 2002, wurde dann die heile Final Fantasy-Welt in ihren Grundfesten erschüttert. Der Grund? Final Fantasy X-2, ein direkter Nachfolger eines Final Fantasy-Teils – das war bis dahin undenkbar gewesen. In der Folge war dann nur noch von FFVII-2 die Rede, einer Story-Fortsetzung auf der PS2, auch wenn diese Gerüchte von den meisten Fans nicht ernst genommen wurden. Jedoch überraschte im November Yoshinori Kitase von Square Enix mit folgender Aussage in der Dorimaga:
Ein Sequel zu Final Fantasy VII? Tatsächlich, viele bei usn würden gerne so eine Fortsetzung machen, unter anderem Nomura, der zur Zeit an “Kingdom Hearts Final Mix” arbeitet. Ein Großteil des Squaresoft-Personals war an der Arbeit von Final Fantasy VII beteiligt, und die Erinnerungen daran sind stark. Außerdem wäre es sicherlich interessant, die Welt von Final Fantasy VII mit der heutigen Technologie darzustellen. Jedoch, Final Fantasy VII hat immer noch viele Fans. Wir könnten es uns nicht leisten, ein schlechtes Spiel zu machen”. (Quelle: http://ps2.ign.com/)
Im Vorfeld der “Tokyio Game Show” im September 2003 gingen die Spekulationen erneut los. Schon einige Zeit zuvor kündigte Tetsuya Nomura überraschend an, er wolle Merchandising zu den ShinRa aus Final Fantasy VII herausbringen. Eine Final Fantasy X-2 Tüte, auf deren Rückseite die Turks, das ShinRa-Logo und die japanischen Zeichen für “Start” standen, ließen vermuten, dass auf der TGS etwas zu Final Fantasy VII vorgestellt werden sollte. Auch die Gerüchte um einen “Blockbuster-Titel”, bei dem es sich nicht um FF XII handelt, schienen eine Neuauflage von Final Fantasy VII nahezulegen.
Am 25. September 2003 kam dann die große Überraschung in Form von “Final Fantasy VII: Advent Children” daher. Zwar wusste jeder, dass etwas gekommen würde, doch mit einer Fortsetzung – und dann auch noch als Film – hatte niemand gerechnet. Der Rest ist Geschichte. Inzwischen nutzt Square Enix die Marke “Final Fantasy VII” als Testreihe für ihr Modell der “polymorphen Inhalte”. Die Titel Advent Children, Before Crisis, Crisis Core und Dirge of Cerberus dürften längst jedem Final Fantasy VII-Fan vertraut sein. Jetzt an dieser Stelle genauer über diese Projekte zu berichten hätte keinen Sinn – siehe dazu unsere Netzwerkseiten.
Ein Remake ist es also nicht, doch die “Compilation of Final Fantasy VII” wird die FFVII-Fans mit Sicherheit noch eine lange Zeit beschäftigen und zum Diskutieren anregen.
CetraConnection.de ist DIE deutschsprachige Quelle für die Compilation of Final Fantasy VII – bestehend aus den Titeln Advent Children, Before Crisis, Crisis Core, Dirge of Cerberus – und natürlich auch Final Fantasy VII selbst, sowie News aus dem Square Enix Universum und eine Sammelecke von Artikeln über andere J-RPGs. Erfahrt mehr unter Wir über Uns oder Geschichte der CetraConnection.
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